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Wie innovativ sind unsere Organisationen heute?

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Innovationsreife in der Praxis

Während unseres MOOC „Innovation im Lernen” haben wir den Teilnehmern eine einfache, aber aufschlussreiche Frage gestellt: Wie innovativ ist Ihre Organisation heute?

Unsere Community hat eine Innovationsreife-Skala erstellt, um zu ermitteln, wo Innovation derzeit in ihren Organisationen steht. Die Skala reicht von: Anfänger, wo Innovation hauptsächlich auf individuellen Bemühungen beruht; Traditionell, wo sie in zentralen Einheiten angesiedelt ist; Skalierung, wo mehr Teams beginnen, Fähigkeiten aufzubauen; und Fortgeschritten, wo Innovation organisationsweit besser koordiniert ist.

Die Ergebnisse und die anschließenden Gespräche vermittelten ein klares und ehrliches Bild davon, wie Innovation derzeit in Unternehmen gelebt wird.

1. Es gibt Bewegung, aber noch nicht überall.

Nur sehr wenige Teilnehmer befanden sich in der Anfangsphase. Die meisten Organisationen experimentieren, probieren neue Ansätze aus oder bauen in irgendeiner Form Dynamik auf. Neugier ist vorhanden, und die Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihre Arbeitsweise zu verbessern.

Gleichzeitig lagen die meisten Platzierungen zwischen „Traditionell“ und „Skalierung“. Innovationen finden statt, jedoch häufig innerhalb bestimmter Teams oder Projekte und nicht organisationsweit. Viele beschrieben ihre Organisation als „im Wandel begriffen“ und bemüht, von isolierten Initiativen zu etwas Vernetterem und besser Unterstütztem überzugehen.

2. Ein Großteil der Innovation beruht auf motivierten Einzelpersonen.

Ein Thema, das immer wieder aufkam, war, wie oft Innovation von Menschen abhängt, die einfach deshalb Initiative ergreifen, weil sie daran glauben. Die Teilnehmer beschrieben Situationen, die vielen von uns bekannt sind:

  • Ideen entstehen, aber es fehlt ein klarer Weg nach vorn.

  • Teams wollen Neues entdecken, aber die täglichen Anforderungen dominieren

  • Fortschritt hängt mehr von Begeisterung als von Struktur ab.

Individuelle Motivation kann Großes bewirken, aber wenn sie der einzige Antrieb ist, wird es schwierig, sie zu skalieren oder aufrechtzuerhalten.

3. Der Innovationsreifegrad variiert innerhalb derselben Organisation

Eine weitere wichtige Erkenntnis war, wie ungleichmäßig Innovation innerhalb einer einzelnen Organisation sein kann. Einige Teams fühlen sich frei, neue Ansätze auszuprobieren, während andere in Umgebungen arbeiten, die durch Regulierung, Compliance oder das Bedürfnis nach Stabilität geprägt sind. Vor allem größere Organisationen zeigten neben eher traditionellen Arbeitsweisen auch Bereiche mit hochinnovativen Praktiken.

Diese Abweichung ist normal, bleibt jedoch oft unbemerkt. Durch die Visualisierung konnten die Teilnehmer diese Unterschiede erkennen und darüber nachdenken, was verschiedene Teams benötigen, um Fortschritte zu erzielen.

4. Kultur macht den Unterschied

Obwohl Tools und Methoden Teil des MOOC waren, kamen die Teilnehmer immer wieder auf die Kultur als den eigentlichen Unterscheidungsfaktor zurück. Sie sprachen über psychologische Sicherheit, Führungskräfte, die Neugierde zeigen, den Wert der Reflexion und die Bedeutung einer gemeinsamen Ausrichtung. Wenn diese Elemente vorhanden sind, entsteht Innovation auf natürlichere Weise. Fehlen sie, haben selbst starke Ideen Schwierigkeiten, sich durchzusetzen.

Mehrere Teilnehmer merkten auch an, dass eine starke Lernkultur nicht automatisch zu einer starken Innovationskultur führt. Lernen fördert die Neugier, aber ohne Struktur und Förderung bleibt Innovation vereinzelt.

5. Ehrliche Reflexion ist ein Zeichen von Reife.

Eines der ermutigendsten Ergebnisse war der Realismus, mit dem sich die Menschen auf der Skala einordneten. Nur wenige gaben an, bereits vollständig fortgeschritten zu sein. Viele räumten Lücken zwischen Ambitionen und Praxis oder Unterschiede in der Reife der Teams ein.

Diese Offenheit ist wichtig. Innovation beginnt damit, dass man versteht, wo die Dinge wirklich stehen.

Für L&D-Fachleute zeigen diese Erkenntnisse deutlich, welche Aufgaben vor ihnen liegen: Führungskräfte dabei unterstützen, Experimente vorzuleben, das Lernen tiefer in den Arbeitsalltag zu integrieren und Systeme aufzubauen, die dazu beitragen, dass Ideen über kleine Pilotprojekte hinauswachsen.

Möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren? Kontaktieren Sie Julia:

Julia Wysocka | Kunden- und Community-Managerin jwysocka@nextlearningvalley.com +31 648436394 LinkedIn