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5 wichtige Erkenntnisse aus dem MOOC „KI und Innovation im Bildungswesen“

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Im November haben wir den MOOC „AI & Innovation in Learning” gestartet, an dem fast 500 L&D-Fachleute teilgenommen haben. Wir sahen einen klaren Bedarf, die L&D-Community zusammenzubringen, um Perspektiven auszutauschen. KI ist derzeit allgegenwärtig, aber die Diskussion darüber ist oft fragmentiert und toolorientiert. Wir wollten das Wissen zu den meistdiskutierten Themen konsolidieren, neue Entwicklungen in der Praxis erfassen und unserer Community eine Plattform bieten, um zu diskutieren, was KI für L&D wirklich bedeutet.

Im Folgenden haben wir die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus den Diskussionen und Fragen in unserer Community zusammengefasst, die Sie mit uns lernen können.

1. Die Reife der KI ist geringer, als es oft den Anschein hat.

Obwohl KI allgegenwärtig zu sein scheint, deuten die Erfahrungen der Teilnehmer auf eine differenziertere Realität hin. Auf die Frage, wie viel Zeit sie tatsächlich mit KI verbringen, lag der Durchschnitt bei etwa vier Stunden pro Woche, oft aufgeteilt zwischen beruflicher und privater Nutzung. Eine Untersuchung zum Innovationsreifegrad ergab, dass die meisten Unternehmen auf eine Gruppe von Early Adopters setzen, die Experimente vorantreiben, während eine breitere, systematische Einführung nach wie vor begrenzt ist.

In vielen Fällen hängt der Einsatz von KI eher von individueller Initiative als von der Strategie einer Organisation ab. Dies verdeutlicht eine wichtige Erkenntnis: Um über den isolierten Einsatz hinauszukommen, braucht es mehr als nur Werkzeuge, es braucht kulturelle Veränderungen, eine gemeinsame Ausrichtung und Raum für gemeinsames Lernen.

2. KI prägt bereits die tägliche Arbeit im Bereich L&D – insbesondere die Gestaltung von Inhalten und Lernangeboten.

Eine klare Erkenntnis aus den MOOC-Diskussionen ist, dass KI im Bereich L&D nicht mehr experimentell ist. Für viele Teilnehmer ist sie bereits Teil ihrer täglichen Arbeit, vor allem um Lerninhalte zu erstellen und zu verbessern. Sie nutzen sie, um Unterrichtspläne und -skizzen zu entwerfen, Übungen und Übungsszenarien zu generieren, Skripte zu schreiben, Folien zu erstellen und sogar schnelle Voice-Overs für Videoinhalte zu produzieren. Andere erwähnten den Einsatz von KI zum Übersetzen und Bearbeiten von Materialien, damit diese einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden können. KI unterstützt auch die Analyse und Bewertung: Sie fasst Interviews, Besprechungen oder Dokumente zusammen, synthetisiert große Mengen an Input zu klareren Erkenntnissen und hilft bei der Formulierung von Bewertungsfragen.

Insgesamt wird KI hauptsächlich dazu eingesetzt, bestehende L&D-Prozesse schneller und besser handhabbar zu machen.

3. KI funktioniert am besten als Sparringspartner, nicht als Ersatz.

Viele Teilnehmer beschrieben , dass sie KI zum Mitdenken und nicht zum Denken für sie nutzen: als Werkzeug zum Brainstorming, zur Schärfung von Ideen und zur Strukturierung von ersten Entwürfen. Sie nutzen es, um schneller loslegen zu können, Schreibblockaden zu überwinden, Handlungsstränge zu verfeinern und alternative Ansätze für das Lerndesign zu erkunden. Einige berichteten, dass sie KI bitten, einen ersten Entwurf für ein Lerndesign oder Rubriken oder Kompetenzen zu erstellen, die dann von Experten validiert und verbessert werden.

Andere nutzen sie als „eine weitere Stimme im Raum“ für Feedback, zum Testen von Ideen oder für kreative Erkundungen (wie das Verfassen von Szenarien oder einfache Visualisierungen). Die einheitliche Botschaft lautet: KI kann das Denken beschleunigen, aber Menschen bleiben für Urteilsvermögen, Kontext und Qualität verantwortlich.

4. Der richtige Einsatz von KI erfordert kritisches Urteilsvermögen, nicht nur Selbstvertrauen.

Neben ihrer Begeisterung äußerten die Teilnehmer immer wieder Bedenken hinsichtlich Datenqualität, Voreingenommenheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Sie waren sich sehr bewusst , dass KI-Ergebnisse nicht neutral sind und nicht für bare Münze genommen werden können. Anstatt sich gegen KI zu wehren, beschrieben viele, dass sie ihre Beziehung zu ihr aktiv aushandeln, Ergebnisse hinterfragen, Quellen validieren und entscheiden, wann sie sie nicht verwenden.

Dies deutet auf ein ausgereifteres Verständnis von KI in L&D hin: Bei der Effektivität geht es nicht nur um Geschwindigkeit oder clevere Aufforderungen, sondern um Urteilsvermögen – darum, zu wissen, wann man sich auf KI verlassen, wann man sie hinterfragen und wann man sich zurückziehen sollte.

5. Es gibt keine Einheitslösung, der Kontext ist entscheidend

Die Teilnehmer betonten wiederholt, dass der Nutzen von KI stark vom organisatorischen Kontext abhängt. Rolle, Branche, Datenempfindlichkeit, Kultur und bestehende Systeme bestimmen, was realistisch und verantwortungsvoll ist. Was in einer Organisation gut funktioniert, kann in einer anderen unmöglich oder unangemessen sein. Dies unterstreicht eine wichtige Erkenntnis für L&D: Eine sinnvolle Einführung von KI erfolgt nicht durch das Kopieren von Best Practices, sondern durch die Übertragung von KI-Fähigkeiten auf lokale Bedürfnisse, Einschränkungen und Reifegrade – und durch Anpassungen, wenn sich diese Kontexte weiterentwickeln.

Auswirkungen in Zahlen

Was am meisten auffiel, war nicht nur die Aktivität, sondern auch die Qualität des Austauschs. Die Teilnehmer tauschten offen ihre Zweifel, Erfahrungen und Experimente aus und reagierten dabei oft eher aufeinander als nur auf den Inhalt:

  • 500 Teilnehmer aus 14 Ländern
  • Über 14.000 Interaktionen und 2 .300 Kommentare
  • Starke Dynamik von Anfang an: über 200 aktive Mitwirkende
  • Umfrage nach dem MOOC: Gesamtbewertung 4,2/5
  • 90 %: Arbeitsbelastung „etwa richtig“
  • 74 %: Inhalt gut ausgewogen
  • 80 %+: Teil einer Gemeinschaft fühlen
  • Live-Webinar mit Donald Taylor: über 90 Teilnehmer

Was andere sagen

„Dieses MOOC hat mir Klarheit darüber verschafft, wie ich mich in Bezug auf Innovation und Lernen zu KI verhalten soll.“

„Es hat mich dazu inspiriert, mit Strategien und Tools zu experimentieren, und mir eine Richtung vorgegeben, wie ich vorankommen kann.“

Wenn Sie den MOOC verpasst haben, können Sie trotzdem noch teilnehmen! Er bleibt bis Ende Januar geöffnet!
Hier können Sie sich für den MOOC anmelden .

Oder möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren? Kontaktieren Sie Julia:

Julia Wysocka | Kunden- und Community-Managerin
jwysocka@nextlearningvalley.com

+31 648436394

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